GANZ!TAG!

Viele Ganztagsschulen nach § 4 a SchulG nehmen auch am Jugendbegleiter-Programm teil, das einen wichtigen Baustein im Rahmen der Ganztagsbildung darstellt.

Für den Einsatz von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern im Ganztag gilt:

  • Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter können nicht im Pflichtunterricht eingesetzt werden.
  • Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter dürfen nicht zur Aufsicht beim Mittagessen oder in der Mittagspause eingesetzt werden. Betreute Angebote durch Jugendbegleiterinnen bzw. Jugendbegleiter im Mittagsband indes sind möglich.
  • Die Abdeckung des Ganztagsbetriebs muss durch die zugewiesenen Lehrerwochenstunden (bzw. monetarisierte LWS) gewährleistet sein. Parallel dazu sind Angebote durch Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter möglich. Die Gestaltung eines GTS-Nachmittags an einer erlassenen Ganztagsschule nur mit Jugendbegleiterinnen bzw. Jugendbegleitern ist nicht möglich. Jugendbegleiter-Angebote sind freiwillige Angebote und können deshalb während der Ganztagszeiten nur parallel zum schulpflichtigen GTS-Angebot stattfinden.
  • Jugendbegleiter-Angebote können den Ganztag erweitern, also auch vor dem Beginn bzw. nach dem Ende der schulpflichtigen Zeit stattfinden.
  • Wird eine ehemalige Jugendbegleiterin bzw. ein ehemaliger Jugendbegleiter über die Monetarisierung als Ehrenamtlicher im Ganztagsbetrieb beschäftigt und nicht über das Jugendbegleiter-Programm finanziert, gelten die Bestimmungen der Monetarisierung.
  • Weitere Informationen zum Jugendbegleiter-Programm finden Sie im Bereich
    Für Schulen.

 

Einsatz von Einzelpersonen an Ganztagsschulen:

  • An Ganztagsschulen gemäß § 4 a SchG dürfen Einzelpersonen nur ehrenamtlich gegen Aufwandsentschädigung tätig werden. Eine Einzelperson darf keinesfalls im Kalenderjahr aus ehrenamtlicher Tätigkeit (etwa bei Vereinen, Verbänden, Kirchen, Schulen, …) zusammengerechnet mehr als 2.400,00 € erhalten. Falls dies der Fall sein sollte, darf die Schule mit dieser Person eine Vereinbarung über eine ehrenamtliche Mitarbeit nicht abschließen.

    Beispiel 1: Eine Einzelperson erhält für die ehrenamtliche Tätigkeit als Jugendbegleiterin bzw. Jugendbegleiter 500,00 € im Kalenderjahr und außerdem als Übungsleiter in einem Verein 1.500,00 € im Kalenderjahr, also insgesamt bereits 2.000,00 € für anderweitige ehrenamtliche Tätigkeiten.

    Eine § 4 a SchG-Ganztagsschule darf mit dieser Person dann nur eine Vereinbarung über eine ehrenamtliche Tätigkeit im Ganztagsbetrieb mit einer Aufwandsentschädigung von maximal 400,00 € im Kalenderjahr schließen.

    Beispiel 2: Eine Einzelperson erhält für ehrenamtliche Tätigkeit als Übungsleiter in einem Verein bereits 2.400,00 € pro Kalenderjahr. Eine § 4 a SchG-Ganztagsschule darf mit dieser Person auf keinen Fall eine Vereinbarung über ehrenamtliche Tätigkeit gegen Aufwandsentschädigung abschließen, weil sonst die 2.400,00 € überschritten wären.

  • Wichtig ist außerdem: Aus sozialversicherungsrechtlichen Gründen darf mit Einzelpersonen auch niemals eine Vereinbarung über eine Tätigkeit als reine Aufsichtskraft abgeschlossen werden.

Wenn Sie Fragen haben, wie sich Ganztagsschule und Jugendbegleiter-Programm am besten ergänzen, dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. Das gleiche gilt, wenn Sie als Ganztagsgrundschule nach § 4 a SchG Fragen zur Programmabwicklung haben. Weitere Informationen finden Sie unter Ganztagsschule § 4 a SchulG sowie auf der Seite des Kultusministeriums www.ganztagsschule-bw.de.