Finanzierung und Abrechnung

Finanzierung

Jede Jugendbegleiter-Schule erhält Fördermittel vom Land Baden-Württemberg, um das Jugendbegleiter-Programm nach eigenen Vorstellungen zu gestalten und außerunterrichtliche Bildungs- und Betreuungsangebote einzurichten. In der Regel wird von Ihnen als Schulträger eine entsprechende Haushaltsstelle eingerichtet, die ausschließlich für das Jugendbegleiter-Programm genutzt wird, und das Schulbudget durch Sie verwaltet. Dadurch ist die Mittelauszahlung die Aufgabe der kommunalen Schulträger. Nach gegenseitiger Absprache ist es jedoch auch möglich, dass die Landesmittel anstatt an den Schulträger an den Förderverein einer Schule überwiesen und von diesem verwaltet werden. Dabei müssen jedoch alle steuerlichen Aspekte berücksichtigt werden.

Die zur Verfügung gestellten Fördermittel sind als Zuschuss für mögliche Aufwandsentschädigungen für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter, entstehende Sach- und Fortbildungskosten sowie den Mehraufwand zur Planung, Durchführung und Auswertung des Jugendbegleiter-Programms gedacht. In Abstimmung mit dem Schulträger bewirtschaftet jede Schule ihr Budget selbstständig.

Die Förderung von Landesseite kann durch weitere Mittel der Kommune, durch Elternbeiträge oder sonstige Mittel ergänzt werden.

 

Förderbudgetkategorien

Neben dem regulären Grundbudget haben Schulen die Möglichkeit, im Zuge einer Kooperation mit einer gemeinnützigen, außerschulischen Organisation, ein „Kooperationsbudget" zu erhalten. Hierzu benötigt die Schule eine schriftliche Kooperationsvereinbarung mit einem außerschulischen gemeinnützigen Partner, dessen Mitglieder entsprechende Jugendbegleiter-Angebote machen.

Das Förderbudget staffelt sich wie folgt:  

StundenKategorieGrundbudgetKooperationsbudgetSumme
4-10A2.500 €500 €3.000 €
11-20B4.500 €500 €5.000 €
21-40C5.000 €1.000 €6.000 €
41-60D6.000 €1.500 €7.500 €
ab 61E7.000 €1.500 €8.500 €

 

Jeweils 20 Prozent des Grundbudgets können für Programmkoordination und Fortbildung einerseits sowie für Sachkosten andererseits verwendet werden.

Schulen, die weniger als vier Stunden pro Woche im Jugendbegleiter-Programm planen, können nicht in das Programm aufgenommen werden.

Falls eine Schule, die bereits im Jugendbegleiter-Programm ist, bei der Rückmeldung am Schuljahrsende für das kommende Schuljahr weniger als vier Jugendbegleiter-Stunden wöchentlich anbietet, kommt es zum Ausschluss aus dem Programm.

Wird im laufenden Förderjahr die Mindeststundenzahl nicht erreicht, wird die Förderung für das betreffende Schulhalbjahr ausgesetzt. Eventuell bereits ausgezahlte Gelder müssen zurückgezahlt werden. Wird im laufenden Schuljahr die Stundenzahl für die beantragte Kategorie unterschritten oder es konnte keine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen werden, wird das Förderbudget automatisch angepasst. Eine Erhöhung der Kategorie ist im laufenden Förderjahr nicht möglich.

Falls eine Schule zwei Schulhalbjahre in Folge – dies gilt auch schuljahresübergreifend – weniger als vier Jugendbegleiter-Wochenstunden (je 60 Minuten) erreicht, scheidet sie automatisch aus dem Programm aus. Erst über eine Neubewerbung kann diese Schule wieder frühestens im nächsten Schuljahr in das Programm einsteigen. D.h. dass in bestimmten Fällen die Förderung auch zum Schulhalbjahresende enden kann.

Programmabrechnung

Das bewilligte Jahresbudget erhalten die Schulträger in sechs Raten zu den folgenden Terminen:

  • Mitte September (20 %)
  • Mitte November (20 %)
  • --> Januar: Zwischenabrechnung der Schulen
  • Mitte Februar (maximal 10 %, abhängig von der Zwischenabrechnung)

  • Mitte März (20 %)
  • Mitte Mai (20 %)
  • --> Juni: Endabrechnung der Schulen
  • Anfang Juli (maximal 10 %, abhängig von der Endabrechnung, + ggf.  Restmittel aus dem ersten Schulhalbjahr)

Die Schulen rechnen zweimal im Schuljahr (Ende Januar und Anfang Juni) im Login-Bereich mit der Jugendstiftung ab und geben an, welche Kosten sie im Jugendbegleiter-Programm geltend machen können. Dazu werden keine Einzelbelege geschickt, sondern die Schulen geben lediglich an, für welche Zwecke die erhaltenen Mittel verwendet wurden. Die Originalbelege müssen von den Schulen zehn Jahre aufbewahrt werden und bei einer eventuellen Belegprüfung vor Ort jederzeit verfügbar sein.

Im Service-Bereich stellen wir den Schulen ein Abrechnungsformular zur Verfügung, welches sie darin unterstützt ihre Ausgaben im Jugendbegleiter-Programm zu strukturieren. Insofern die Kosten im Programm regelmäßig in das Formular eintragen werden, haben die Schulen fortlaufend einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Finanzen im Jugendbegleiter-Programm. Die Nutzung dieser Formulare erleichtert darüber hinaus die im Online-Verfahren zu tätigenden Dateneingaben der Schulen bei den Zwischen- und Endabrechnungen im Jugendbegleiter-Programm

Wichtig für Sie als Schulträger ist, dass Sie die Grundsätze der Landeshaushaltsordnung beachten. Prinzipiell gilt: Mittel, die nicht innerhalb von zwei Monaten ausgegeben werden, sind unmittelbar an die Jugendstiftung zurückzuüberweisen, da sonst Kontokorrentgebühren erhoben werden müssen.

 

Mittelabruf

Bewilligte Mittel, die zurücküberwiesen wurden, können mit der Zwischen- oder Endabrechnung, d. h. zur dritten oder sechsten Rate, erneut angefordert werden. Gelder, die zum Stichtag der Endabrechnung im Juli nicht abgerechnet wurden, verfallen unwiderruflich.

Beispiel: Eine Schule erhält im September 800 Euro, benötigt aber in den acht Wochen nach Eingang der Mittel lediglich 500 Euro, so überweisen Sie 300 Euro an die Jugendstiftung zurück. Zu den Auszahlungsterminen im Februar und Juli können diese 300 Euro von der Schule wieder angefordert werden. Werden die 300 Euro aber spätestens mit der Endabrechnung nicht angefordert, so verfallen sie, da das Ende des Förderzeitraums erreicht ist.