Allgemeine Informationen

Das Jugendbegleiter-Programm wird an jeder Schule individuell ausgestaltet und auf die lokalen Gegebenheiten, Partner und Bedürfnisse abgestimmt. Wesentlich ist dabei die enge Zusammenarbeit von Schule und Kommune.

 

Zur Umsetzung des Jugendbegleiter-Programms empfehlen wir den teilnehmenden Schulen und/oder Schulträgern, eine kleine Planungs- und Koordinierungsgruppe zu gründen. Die Leitung dieser Runde kann je nach Wunsch von der Schule oder dem Schulträger übernommen werden. Die Koordinierungsgruppe kann beispielsweise Vorschläge für die inhaltlichen Angebote, die personelle Besetzung sowie die Nutzung von Räumen ausarbeiten oder auch Kontakte zu lokalen Bildungspartnern herstellen und pflegen. Die Verantwortung für den Einsatz der Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter sowie die pädagogische, fachliche und organisatorische Aufsicht obliegen der Schulleitung.

 

Ebenso ist die Zusammenarbeit der Jugendbegleiter-Schulen auf der Ebene der Gemeinde oder eines Stadtteils sinnvoll. Sie können als Schulträger beispielsweise für „Ihre“ Schulen die Koordinierung der Angebote oder die Anwerbung neuer Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter übernehmen. Laden Sie dazu ortsansässige Vereine oder interessierte Bürgerinnen und Bürger zu Informationsveranstaltungen über das Jugendbegleiter-Programm ein oder gründen Sie eine Jugendbegleiter-Börse. Auch ein regelmäßiger Runder Tisch mit regionalen Bildungspartnern bietet die Möglichkeit, das Jugendbegleiter-Programm an Schulen und in die Kommune fest zu integrieren.

Grundsätzlich ist bei der Zusammenarbeit von Schulträger, Schule und den außerschulischen Kooperationspartnern im Jugendbegleiter-Programm wichtig, dass Aufgaben nur nach gegenseitiger Absprache übernommen beziehungsweise vergeben werden.

 

Praxisbeispiel: Das Engagement der Stadt Ludwigsburg für Bildung und Betreuung

 

Die Stadt Ludwigsburg und ihre Schulen beteiligen sich am Jugendbegleiter-Programm bereits seit 2006. Die Kommune hat das Programm fest in ihrem Entwicklungskonzept für Bildung und Betreuung verankert und organisiert zahlreiche unterstützende Angebote.

 

Kooperationsbörse

Aufgrund der Beteiligung vieler Ludwigsburger Schulen suchte die Stadt Ludwigsburg bereits zu Beginn nach einem Weg, die Schulen bei der praktischen Umsetzung zu unterstützen. Es entstand die Idee, eine Kooperationsbörse für Bildung und Betreuung anzubieten, die vom Fachbereich Bildung, Familie, Sport organisiert wurde. Vereine, Verbände, Betriebe und Ehrenamtliche wurden eingeladen, an Informationsständen ihre Angebote zu präsentieren. In direkten Gesprächen konnten die Vertreterinnen und Vertreter der Anbieter mit den Vertreterinnen und Vertretern von Schulen ihre Vorstellungen über eine Zusammenarbeit besprechen und Kooperationen vereinbaren.

 

Fortbildung von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern

Ludwigsburg begleitete zwei Fortbildungen für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter. Gemeinsam veranstalteten die Umweltakademie, der Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und der Fachbereich Bildung, Familie, Sport einen siebentägigen Workshop zum Thema „Natur und Umwelt“. Zudem bot die Volkshochschule Ludwigsburg eine Schulung für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter im Bereich Hausaufgabenbetreuung an.

 

Praxisbeispiel: Die Karlsruher Koordinierungsgruppe des Jugendbegleiter-Programms

 

In Karlsruhe unterstützt das Schul- und Sportamt die Schulleitungen bei der Umsetzung des Jugendbegleiter-Programms vor Ort. Schulübergreifende Fragen, Bedürfnisse und Unterstützungswünsche greift eine vom Schul- und Sportamt eingerichtete Lenkungsgruppe auf und erarbeitet gemeinsame Empfehlungen, Handreichungen und Unterstützungsstrukturen für Jugendbegleiter-Schulen in Karlsruhe. Zur Lenkungsgruppe gehören Schulleitungen, Vertreterinnen und Vertreter des Gesamtelternbeirats sowie des Stadtjugendausschusses, des Aktivbüros, des Staatlichen Schulamts und des Schul- und Sportamts.

Folgende Maßnahmen zur Unterstützung des Jugendbegleiter-Programms gibt es von städtischer Seite in Karlsruhe: