Kooperationsbudget nutzen

Wo liegt der Unterschied zwischen Grundbudget und Kooperationsbudget?

Das Grundbudget kann für die Aufwandsentschädigungen für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter, für die Erstattung von Sachkosten und für Fortbildungsmaßnahmen und Koordination verwendet werden. Das Kooperationsbudget kann ausschließlich für Aufwandsentschädigungen von Jugendbegleiterinnen und Jugend­begleitern genutzt werden, die im Rahmen einer Kooperation mit außerschulischen gemein­nützigen Vereinen und Organisationen ein Jugendbegleiter-Angebot durchführen. Diese Aufwandsent­schädigungen werden nicht an die Kooperationspartner, sondern immer direkt an die Ehrenamtlichen ausgezahlt.
Falls das Kooperationsbudget nicht ausreicht, können Aufwandsentschädigung für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter der gemein­nützigen außerschulischen Partner auch aus dem Grundbudget finan­ziert werden. Jedoch kann das Kooperationsbudget umgekehrt nicht zur Aufstockung des Grundbudgets verwendet werden.

 

Wie viele Kooperationen mit Vereinen braucht eine Schule, um das Kooperationsbudget nutzen zu können? Wie berechnet sich die Höhe des Kooperationsbudgets?

Mindestens eine. Sobald eine Kooperation mit einem außerschulischen, gemeinnützigen Verein (i. S. d. §§ 51-68 Abgabenordnung) besteht, kann das Kooperationsbudget beantragt werden. Ausschlaggebend für die Höhe der Mittel aus dem Kooperationsbudget ist nicht die Anzahl der Kooperationen, sondern die Höhe des Grundbudgets der Schule. Das bedeutet, dass sich das Kooperationsbudget nicht mit dem Abschluss mehrerer Koopera­tionen erhöht.
Weiter ist zu beachten, dass auch hier der Grundsatz der Ehrenamtlichkeit besteht. Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter eines Kooperationspartners dürfen wie andere Jugendbegleiter ihre Angebote nicht im Rahmen eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses oder Mini-Jobs ausführen.

 

Können Schulen bestehende Kooperationen bzw. auslaufende anderweitige Förderungen im Rahmen des Jugendbegleiter-Programms fortsetzen? 

Das ist möglich, wenn die Rahmenbedingungen den Kriterien des Jugendbegleiter-Programms (Kooperationspartner muss gemeinnützig und außerschulisch sein) entsprechen. Dabei muss jedoch eine Doppelförderung aus Landesmitteln ausgeschlossen sein.

 

Welche Vereinbarungen müssen geschlossen werden?

Es muss eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Schule und dem außerschulischen gemein­nützigen Verein bzw. der Organisation vorliegen. Zusätzlich sind immer Vereinbarungen zwischen der Schulleitung und den einzelnen Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern des Kooperationspartners notwendig. Letztere sind Voraussetzungen für den Versicherungsschutz der Ehrenamtlichen. Die Mustervorlage für die Koopera­tions­vereinbarung und die Jugendbegleiter-Vereinbarung finden Sie auf www.jugendbegleiter.de. 

 

Wie soll das Kooperationsbudget mit den Vereinen abgerechnet werden?

Im Falle einer Zahlung von Aufwandsentschädigungen müssen diese direkt an die Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter erfolgen. Eine Auszahlung an Organisationen (z.B. Vereine) ist nicht möglich.

 

Können Koordinationskosten auch aus dem Kooperationsbudget bezahlt werden?

Nein, zur Finanzierung von Koordinationskosten stehen bis zu 20 Prozent aus dem Grundbudget zur Verfügung. Übernimmt ein Verein sowohl Jugendbegleiter-Angebote als auch organisatorische Aufgaben, so kann er für die organisatorischen Aufgaben im geschilderten Rahmen Mittel aus dem Grundbudget erhalten. Das Kooperationsbudget kann ausschließlich für Aufwandsentschädigungen von Jugendbe­gleiterinnen und Jugendbegleitern genutzt werden, die im Rahmen einer Kooperation mit außerschu­lischen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen ein Jugendbegleiter-Angebot durchführen. 

 

Kann trotz des Kooperationsbudgets ein Antrag auf die Fördermittel aus dem Programm „Kooperation Schule-Verein“ gestellt werden?

Beide Fördermöglichkeiten können an einer Schule parallel genutzt werden, aber nicht für dasselbe Angebot! Zu beachten ist der Ausschluss einer Doppelförderung. Bei Nutzung mehrerer Förderformen an einer Schule muss im Fall einer Rechnungsprüfung für jedes einzelne Angebot die Zuordnung zu und Abrechnung in einem bestimmten Förderprogramm klar nachgewiesen werden können. Da ein Angebot im Jugendbegleiter-Programm eine Laufzeit von mindestens einem Schulhalbjahr hat, können die Einzelstunden eines Angebots nicht stundenweise in verschiedenen Programmen abgerechnet werden.

 

Können auch Schulfördervereine Angebote machen, die durch das Kooperationsbudget finanziert werden? 

Schulfördervereine gelten nicht als außerschulischer Verein und eignen sich insofern nicht als Kooperationspartner, um das Kooperations­budget zu beantragen. Sie können jedoch organisatorische Aufgaben übernehmen und dafür Mittel aus dem Grundbudget erhalten.