Fördermittel und Verwendungsnachweis

Auf welches Konto werden die Fördermittel ausgezahlt? Wann und wie oft werden die Fördergelder gezahlt?

Die Fördermittel werden auf ein Konto des Schulträgers ausgezahlt. Auf Antrag ist auch die Auszahlung auf ein Konto des Fördervereins der Schule möglich. Die Mittelaus­zahlung erfolgt in sechs Raten (Anfang Oktober, Mitte November, Anfang Februar, Mitte März, Mitte Mai und Anfang Juli). Davon abweichend kann im Rahmen der Neuanmeldung oder der Rückmeldung für das kommende Schuljahr auch die Auszahlung in einer Rate Anfang Juni oder in zwei Raten im Februar und Juli vereinbart werden.

 

Kann eine Schule innerhalb eines laufenden Schuljahrs ihre Budget-Kategorie an veränderte Gegebenheiten anpassen? 

Ja, das ist eingeschränkt möglich. Bei der Stundenabfrage im Herbst, bei der Zwischenabrechnung für das erste Schulhalbjahr und bei der Endabrechnung für das zweite Schulhalbjahr muss angegeben werden, wie viele Zeitstunden pro Woche tatsächlich im jeweiligen Schulhalbjahr stattfinden werden beziehungsweise stattgefunden haben. Konnten einzelne Angebote nicht stattfinden und die Schule schafft dadurch die Mindeststundenzahl für ihre jeweilige Förderkategorie nicht, findet ein Kategoriewechsel statt. Das Gesamtbudget wird dann automatisch an die neue, kleinere Kategorie für dieses Schulhalbjahr angepasst.
Ein Wechsel in eine höhere Kategorie während des Schuljahres ist nicht möglich.

 

Können Jugendbegleiter für reine Aufsichtstätigen eingesetzt und abgrechnet werden?

Nein das ist nicht möglich. Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter müssen immer ein inhaltliches Angebot machen.

 

Können neben Aufwandsentschädigungen auch Sachkosten abgerechnet werden und wie viel steht hierfür zur Verfügung?

Ja, auch Sachkosten können über das Jugendbegleiter-Programm abgerechnet werden Diese Kosten müssen in einem direkten Zusammenhang mit der Umsetzung des Jugendbegleiter-Programms an der Schule stehen. Also beispielsweise das Bastelmaterial für die Bastel-AG oder Gesellschaftsspiele für das Spiele-Angebot.
Für Sachkosten stehen maximal 20 Prozent des Grundbudgets zur Verfügung. 

 

Sind auch Kosten für wertschätzende Maßnahmen in den 20 Prozent für Sachkosten enthalten?

Ja, auch Aufmerksamkeiten für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter können in angemessener Höhe über die Position Sachkosten abgerechnet werden. Die Höchstgrenze von 20 Prozent darf jedoch insgesamt in der Abrechnung nicht überschritten werden.

 

Können Koordinierungs- und Fortbildungskosten abgerechnet werden?  

Ja, entstehende Kosten im Bereich Programmkoordination und Fortbildungen können abgerechnet werden. Hierfür stehen maximal 20 Prozent des Grundbudgets zur Verfügung. 

 

Wie erfolgt der Verwendungsnachweis? Welche Dokumente müssen wie lange aufgehoben werden?

Die Bestätigung über die programmkonforme Mittelverwendung erfolgt im Rahmen der verpflichtenden Zwischen- und Endabrechnung, die jedes Jahr online im Januar und Juni stattfindet. Ergänzend dazu wird jedes Jahr eine Stichprobe aller Schulen zur Belegprüfung schriftlich aufgefordert. Hierbei müssen sämtliche geschlossenen Vereinbarungen (Jugendbegleiter-Vereinbarung, Kooperationsvereinbarung, Koordinatoren-Vereinbarung), Stundennachweise, Ausgabenbelege für Sachkosten und Fortbildungen und Nachweise über die Auszahlung der Aufwandsentschädigungen eingereicht werden.
Alle diese Belege sind von der Schule mindestens zehn Jahre aufzubewahren und bei Aufforderung vorzulegen.

 

Kann eine Schule neben Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern auch weiterhin Lehrbeauf­tragte für Betreuungsaufgaben einsetzen? 

Ja, schon früher für Betreuungsaufgaben eingesetzte Programme wie das Lehrbeauftragten-Programm, die flexible Nachmittagsbetreuung etc. laufen parallel zum Jugendbegleiter-Programm weiter. Eine Doppelförderung muss aber ausgeschlossen werden!

 

Können Jugendbegleiter-Angebote auch im Rahmen des Ganztagsbetriebs an Ganztagsschulen eingerichtet werden?

Jugendbegleiter-Angebote unterliegen nicht der Schulpflicht und sind daher nicht als verpflichtende Angebote an einer Ganztagsschule zu sehen. Ganztagsschulen erhalten zusätzliche Lehrerwochen­stunden, die im schulpflichtigen Ganztagsschulbetrieb eingesetzt werden.
Jugendbegleiter-Angebote können aber parallel zu den schulpflichtigen Ganztagsangeboten gelegt werden. Zudem können Jugendbegleiter-Angebote den Ganztagsbetrieb auch erweitern, also auch vor dem Beginn bzw. nach dem Ende der schulpflichtigen Zeit stattfinden. 

 

Können Landesmittel für Ganztagsgrundschulen nach § 4 a SchG oder aus dem Programm der flexiblen Nachmittagsbetreuung oder dem Lehrbeauftragten-Programm als Komplementärmittel gemeinsam mit den Jugendbegleiter-Mitteln für dasselbe Angebot verwendet werden?

Nein, die Landesprogramme müssen finanztechnisch und planungstechnisch getrennt gehalten werden. Ein einzelnes Angebot darf nicht durch Fördergelder mehrerer Landespro­gramme finanziert werden. Möglich ist jedoch, dass eine Person ein Angebot im Rahmen des Jugendbegleiter-Programms macht und ein anderes Angebot über ein anderes Landesprogramm.

 

Bitte beachten Sie zu diesem Themenkomplex auch die FAQs Allgmeine Fragen zum Programm und Kooperationsbudget nutzen. Häufige Fragen zu Aufwandsentschädigungen von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern finden sich auch bei Eignung, Einsatz und Rolle der Jugendbegleiter.