Fachkongress "Jugendbegleiter. Schule. Medien 2.0" in Ludwigsburg

05. Juli 2010

Kurzbeschreibung: Staatssekretär Georg Wacker: "Das Jugendbegleiter-Programm setzt neue Impulse an der Schnittstelle zwischen Bildung und Betreuung"

„Das Jugendbegleiter-Programm setzt neue Impulse an der Schnittstelle zwischen Bildung und Betreuung. Es bietet interessante Gestaltungsmöglichkeiten außerhalb des traditionellen Unterrichts. Jugendbegleiter sind eine Bereicherung für die Schulen“, sagte Kultusstaatssekretär Georg Wacker MdL heute (5. Juli) bei der Eröffnung des Fachtags „Jugendbegleiter. Schule. Medien 2.0" in Ludwigsburg.

Rund 220 Jugendbegleiter und Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter-Manager und -Managerinnen, Schulleiter und Schulleiterinnen sowie Lehrkräfte nahmen an der Fortbildung des Kultusministeriums und der Jugendstiftung Baden-Württemberg teil. Themen des Fachtags waren der Wandel der Mediennutzung und die damit verbundenen Chancen und Gefahren sowie die Vorstellung von gelungenen Medienprojekten an Schulen. Dr. Walter Klingler von der SWR-Medienforschung referierte über den Wandel der Mediennutzung Jugendlicher an Beispielen wie SchülerVZ und Twitter. Social Media Beraterin Ute Pannen hielt ein Impulsreferat zum Thema „Jugend und Web 2.0 - Chancen und Risiken digitaler Kommunikationswelten“. Anschließend stellten Jugendliche verschiedene Medienprojekte vor. Am Nachmittag konnten die Teilnehmenden ihr Wissen in verschiedenen Workshops u.a. zu Schulhomepage und Medienarbeit oder zum Thema „Generation Sorglos? - Selbstdarstellung in Sozialen Netzwerken“ vertiefen.

„Die Jugendbegleiter sind eine wertvolle Bereicherung für die Schulen und ein Beweis für das hohe ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger“, betonte Wacker, Ehrenamtsbeauftragter der Landesregierung. Jugendbegleiter führen eigenständige Bildungs- und Betreuungsangebote in der Ganztagsbetreuung in der Primarstufe und Sekundarstufe I durch. Mit ihren ehrenamtlichen Angeboten ergänzen sie den Unterricht. Dabei bringen sie sich mit ihrem Wissen und Können in Projekte ein und realisieren ein breites Spektrum an Angeboten, z.B. in Bereichen wie Sport, Kultur, Kunst, Musik, Arbeitswelt, Wirtschaft, Medien, Natur und Umwelt, aber auch in der Hausaufgabenbetreuung.

Binnen vier Jahren sind über 1.000 Schulen in das Programm eingestiegen, für das kommende Schuljahr liegen bereits weitere 250 Anmeldungen vor. Damit nimmt ungefähr jede dritte allgemeinbildende öffentliche Schule im Land an dem Programm teil. In diesem Schuljahr waren über 15.000 Jugendbegleiter mehr als 25.000 Stunden an Schulen tätig. Dafür stellt das Land im laufenden Kalenderjahr 8,5 Millionen Euro zur Verfügung.