Fragen vor dem Start

Um Ihnen den Einstieg ins Jugendbegleiter-Programm zu erleichtern, finden Sie hier Tipps und Anregungen, die den Einstieg erfahrungsgemäß unterstützen. Fragen vor dem Start helfen Ihnen, den richtigen Rahmen abzustecken und frühzeitig Chancen und Schwierigkeiten zu erkennen.

Zum Bedarf

  • Welchen Bedarf an Ganztagsbetreuung haben Eltern, welchen Schülerinnen und Schüler?
  • Welches Konzept verfolgen Sie mit dem Einsatz von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern? Soll das Angebot das Profil der Schule stärken? Werden die Wünsche der Schülerinnen und Schüler berücksichtigt und z. B. auch ein Ruheraum oder ein offener Treff angeboten? Oder stehen die Möglichkeiten der Ehrenamtlichen vor Ort im Vordergrund?
  • Wie viele Stunden sollen zunächst angeboten werden und wie viele planen Sie im Endausbau?
  • Welche Klassenstufen sollen angesprochen werden? Gibt es Überlegungen hinsichtlich klassen- oder jahrgangsoffener bzw. -übergreifender Angebote?
  • Möchten Sie das Jugendbegleiter-Programm zum Anlass weiterer Modernisierungen des Schulalltags nehmen? Hier wäre zum Beispiel eine Rhythmisierung des Schulalltags mit späterem Schulbeginn oder flexibler Dauer der Unterrichtseinheiten denkbar.

Räumliche Voraussetzungen und Finanzierung

  • In welchen Räumen, mit welcher Ausstattung kann gearbeitet werden?
  • Wie sehen die Finanzierung und die Aufwandsentschädigung insgesamt aus? Womit beteiligt sich die Kommune? Sollen die Eltern sich beteiligen? Hier sollte ein erster Kostenplan erstellt werden, der alle Einnahmen und alle geschätzten Kosten für ein Schuljahr darstellt.

Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter gewinnen und einbinden

  • Welche Kontakte gibt es bereits zu Vereinen, Ehrenamtlichen oder sonstigen engagierten Gruppierungen vor Ort? Gibt es vielleicht in der Nachbarschaft eine Schule, deren ältere Schülerinnen und Schüler sich als Junior-Jugendbegleiterinnen und Junior-Jugendbegleiter eignen?
  • Wie werden Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter in Ihr Kollegium eingeführt? Wer kann Hilfestellung und Begleitung geben?
  • Wie kann ein sinnvoller regelmäßiger Austausch zwischen Lehrkräften und Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern aussehen?
  • Wen könnten Sie in eine Koordinierungsgruppe (Vertreter der Vereine und anderer Organisationen, der Kommune, der Betriebe, des Lehrerkollegiums, der Schülerschaft und der Eltern) berufen? Feste Ansprechpersonen erleichtern die Arbeit und führen zu einer besseren Verankerung in der Einführungsphase des Programms.
  • Das seit 2010 eingeführte erweiterte Führungszeugnis ist ein wichtiges präventives Element zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und die Jugendstiftung Baden-Württemberg empfehlen die Anforderung eines erweiterten Führungszeugnisses für Personen, die ehrenamtlich an der Schule regelmäßig tätig sind und über 18 Jahre alt sind. Das erweiterte Führungszeugnis kann bei den jeweils zuständigen Meldebehörden gegen eine Gebühr von 13 Euro angefordert werden. Eine Gebührenbefreiung bei Übernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit kann über die zuständige Meldebehörde beantragt werden. Hierzu muss eine entsprechende Bescheinigung der Einrichtung, für die die ehrenamtliche Tätigkeit erbracht wird, vorgelegt werden. Weitere Informationen unter: www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Inland/FAQ_node.html

Der Zeitplan

  • 6 Monate vor Start: Der Rahmen muss feststehen. Konnten Sie alle „Fragen vor dem Start“ beantworten?
  • 3 Monate vor Start: Öffentlichkeitsarbeit und Gespräche zur Gewinnung der Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter.
  • 2 Monate vor Start: Die Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter stehen fest. 
  • 6 Wochen vor Start: Verbindlicher Plan für das offene Ganztagsprogramm im neuen Schuljahr ist erstellt.
  • Während des Schuljahrs: Evtl. Hinzugewinnen weiterer Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter für das nächste Schulhalbjahr.