Ehrenamtliche gewinnen

  • Fast jede Gemeinde und jede Stadt hat ein Verzeichnis der örtlichen Vertreter von Vereinen, die sich für Kinder und Jugendliche engagieren. Bestehen hier bereits Kontakte, umso besser. Über ein Schreiben an die Vereine vor Ort können diese über das Programm informiert und zu einem Infotermin eingeladen werden.
  • An den 21 Staatlichen Schulämtern in Baden-Württemberg unterstützt das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport die Kooperationsarbeit auf regionaler Ebene mit Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartnern. Die „Ansprechpartner Kooperation im schulischen Umfeld“ an den Staatlichen Schulämtern beraten alle Schularten und vernetzen Schulen untereinander sowie mit außerschulischen Vereinen, Verbänden und Organisationen. Koordiniert werden die Ansprechpartner vom Jugendreferat des Kultusministeriums. Die für Ihre Schule zuständigen Ansprechpartner finden Sie unter: www.schulaemter-bw.de; www.km-bw.de.
  • Privatpersonen wie Eltern, Seniorinnen und Senioren oder ältere Schülerinnen und Schüler können ohne Vereinszugehörigkeit Jugendbegleiterin oder Jugendbegleiter werden. Neben inhaltlichen Bildungsthemen gibt es hier die Möglichkeit eines Betreuungsangebots, etwa während des Mittagessens oder der Hausaufgabenzeit. Mit einem einführenden Elternbrief über das neue schulische Angebot informieren Sie die Eltern und können gleichzeitig für die aktive Mitarbeit werben. Ein anderer wichtiger Ansprechpartner, der frühzeitig einbezogen werden sollte, ist der Förderverein.

  • Nicht immer ist es einer Jugendbegleiterin oder einem Jugendbegleiter möglich, ein halbes Schuljahr durchgängig an der Schule zu sein. Um den Schülerinnen und Schülern dennoch ein verlässliches Angebot machen zu können, gibt es die Möglichkeit Jugendbegleiter-Teams zu bilden. Dabei wechseln sich mehrere Ehrenamtliche im Halbjahr ab. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten. Bei der IHK Ulm werden immer drei Wirtschaftsvertreter zusammengebracht, die sich das Angebot ihren Interessen entsprechend aufteilen. Jeder bereitet etwa alle drei Wochen eine Stunde vor. Eine weitere Möglichkeit wird an der Elly-Heuss-Knapp-Grund-Haupt- und Werkrealschule in Heilbronn erprobt. Hier geben die Eltern jeweils eine Stunde im Halbjahr ihre beruflichen Fähigkeiten weiter. Jede Woche kommt ein anderer Elternteil an die Schule, sodass über das Schulhalbjahr hinweg ein durchgängiges Jugendbegleiter-Angebot entsteht.

  • Entsprechende Kooperationen sind auch als Lernwerkstatt denkbar. So könnte ein Jugendbegleiter-Angebot im Bereich Natur von September bis November von einem Naturschutzverein im Schulgarten angeboten werden. Von Dezember bis Februar übernimmt ein engagierter Elternteil, verlagert den Naturkurs nach innen und bastelt Vogelhäuschen, backt Brot oder pflanzt mit den Schülerinnen und Schülern Kräuter.

  • Der Fantasie sind in der Ausgestaltung kaum Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ernst genommen werden. So könnte es sein, dass an einigen Schulen andere Lösungen entwickelt werden müssen – etwa wenn der häufige Wechsel von Bezugspersonen von den Schülerinnen und Schülern nicht gut akzeptiert wird.

Die Schulleitung entscheidet über die Eignung der jeweiligen Person. Bei Bedarf können Fortbildungen in Anspruch genommen werden.

 

Die Broschüre "Freiwillige gewinnen" gibt Ihnen eine Vielzahl an Anregungen und Tipps zur Gewinnung von Ehrenamtlichen.