Rechtliches

Wie sind Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter versichert?

Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter sind über die Unfallkasse Baden-Württemberg gesetzlich unfallversichert. Voraussetzung dafür ist ihre schriftliche Beauftragung, mittels der Vereinbarung für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter. Falls sie keinen anderen Versicherungsschutz besitzen, werden Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter durch die Sammelversicherungsverträge des Landes zur Unfall- und/oder Haftpflichtversicherung für bürgerschaftlich und ehrenamtlich engagierte Menschen in Baden-Württemberg geschützt.

 

Wie sind Schülerinnen und Schüler bei Jugendbegleiter-Angeboten außerhalb der Schule, z. B. in Betrieben, versichert?

Bei der Ausführung des Betreuungsangebots an außerschulischen Lernorten, z. B. in Betrieben, stellen die Schulen vorher sicher, dass eine Haftpflichtversicherung oder eine freiwillige Schülerzusatzver­sicherung der Schülerinnen und Schüler besteht. Mit dem Abschluss einer ergänzenden freiwilligen Schüler-Zusatzversicherung können bestimmte Risiken, die nicht durch den gesetzlichen Unfallver­sicherungs­schutz nach den Bestimmungen des Siebten Buches Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Unfall­versicherung – abgedeckt werden, versichert werden. 

Diese freiwillige Schüler-Zusatzversicherung besteht aus einer Unfallversicherung, einer Sach­scha­den­versicherung und einer Haftpflichtversicherung. Die Versicherung kann von den Eltern über die Schulen abgeschlossen werden, der Beitritt ist freiwillig.

 

Welche Vereinbarungen sollten mit den Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern getroffen werden?

Die Schulleitung entscheidet über Art und Umfang des Einsatzes und trifft die Absprachen mit den Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern. Jede Jugendbegleiterin und jeder Jugendbegleiter muss eine schriftliche Vereinbarung mit der Schulleitung unterzeichnen. Auch mit Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern, die ein Angebot im Rahmen einer Kooperation gestalten, müssen neben der Kooperationsvereinbarung mit dem gemeinnützigen außerschulischen Partner einzelne schriftliche Vereinbarungen geschlossen werden. Eine Vorlage hierfür finden Sie in unserem Download-Bereich.

 

Wie ist die Aufsichtspflicht im Jugendbegleiter-Programm geregelt?

Wie ist die Aufsichtspflicht von Junior-Jugendbegleiterinnen und Junior-Jugendbegleitern geregelt?

Die Schulleitung hat das Hausrecht und gewährleistet die Einhaltung der Aufsichtspflicht. Für Jugend­be­gleiterinnen und Jugendbegleiter gelten dieselben Regeln zur Aufsichtspflicht wie für Lehrkräfte. Über diese müssen Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter zu Beginn ihrer Tätigkeit an der Schule aufgeklärt werden.

Ebenso müssen Junior-Jugendbegleiterinnen und Junior-Jugendbegleiter über ihre Pflichten vor ihrer Tätigkeit gründlich informiert werden. Zudem muss während eines Junior-Jugendbegleiter-Angebots immer eine erwachsene Person in greifbarer Nähe sein, die in einem Notfall von den Junior-Jugendbegleiterinnen und Junior-Jugendbegleitern hinzugezogen werden kann.

 

Bei manchen Jugendbegleiter-Angeboten, z. B. im Bereich Natur/Umwelt, müsste man mit der Schülergruppe das Schulgelände verlassen. Geht das?

Ja. Aber die Kinder und Jugendlichen müssen auf dem Hin- und Rückweg von und zur Schule von einer Person begleitet werden, die von der Schulleitung beauftragt ist. Wenn die Kinder und Jugendlichen nach dem Angebot außerhalb des Schulgeländes direkt nach Hause gehen, sind sie dabei – wie grundsätzlich beim Schulweg – auch gesetzlich unfallversichert.

 

Sollen Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter der Schule ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen?

Das seit 2010 eingeführte erweiterte Führungszeugnis ist ein wichtiges präventives Element zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport und die Jugendstiftung Baden-Württemberg empfehlen die Anforderung eines erweiterten Führungszeugnisses für Personen, die ehrenamtlich an der Schule regelmäßig tätig sind und über 18 Jahre alt sind. Das erweiterte Führungszeugnis kann bei den jeweils zuständigen Meldebehörden gegen eine Gebühr von 13,00 Euro angefordert werden. Eine Gebührenbefreiung bei Übernahme einer ehrenamtlichen Tätigkeit kann über die zuständige Meldebehörde beantragt werden. Hierzu muss eine entsprechende Bescheinigung der Einrichtung, für die die ehrenamtliche Tätigkeit erbracht wird, vorgelegt werden. Weitere Informationen unter: www.bundesjustizamt.de/DE/Themen/Buergerdienste/BZR/Inland/FAQ_node.html