Kooperationen

Welche Themenbereiche werden im Jugendbegleiter-Programm angeboten?

Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter machen Betreuungsangebote in unterschiedlichen Bereichen: Sie vermitteln auf interessante Weise wesentliche Bildungselemente durch Aktivitäten in Sport, Musik, Kunst und Kultur, durch Angebote zu Wirtschafts-, Umwelt- und naturwissenschaftlichen Themen oder durch wertebezogene Angebote der kirchlichen Jugendarbeit. Wer spezielle soziale Tätigkeiten wie Streitschlichter-Schulungen, Erste-Hilfe-Kurse oder direktes soziales Engagement fördern möchte, findet hier interessante Tätigkeitsfelder. Ebenso gefragt ist ihre Unterstützung durch Betreuungsangebote wie Hausaufgabenhilfe.

 

Können Schulen bestehende Kooperationen bzw. auslaufende anderweitige Förderungen im Rahmen des Jugendbegleiter-Programms fortsetzen? 

Das ist möglich, wenn die Rahmenbedingungen den Kriterien des Jugendbegleiter-Programms (Kooperationspartner muss gemeinnützig und außerschulisch sein) entsprechen. Dabei muss jedoch eine Doppelförderung aus Landesmitteln ausgeschlossen sein.

 

Wo liegt der Unterschied zwischen Grundbudget und Kooperationsbudget?

Das Grundbudget kann für die Aufwandsentschädigungen für Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter, für die Erstattung von Sachkosten und für Fortbildungsmaßnahmen und Koordination verwendet werden. Des Weiteren ist es möglich, Gelder aus dem Grundbudget zur Erweiterung des Kooperationsbudgets zu nutzen, wenn dieses nicht ausreicht, um die Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter der gemein­nützigen außerschulischen Partner für ihren Zeitaufwand zu entschädigen.

Jedoch kann das Kooperationsbudget umgekehrt nicht zur Aufstockung des Grundbudgets verwendet werden. Es kann ausschließlich für Aufwandsentschädigungen von Jugendbegleiterinnen und Jugend­begleitern genutzt werden, die im Rahmen einer Kooperation mit außerschulischen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen ein Jugendbegleiter-Angebot durchführen. Die Aufwandsentschädigungen müssen direkt an die betreffenden Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter ausgezahlt werden und nicht pauschal an den Kooperationspartner.

 

Unter welchen Bedingungen kann eine Schule das Kooperationsbudget erhalten?

Es muss eine schriftliche Vereinbarung zwischen der Schule und einem außerschulischen gemein­nützigen Verein bzw. einer Organisation (i. S. d. §§ 51-68 Abgabenordnung) vorliegen. Diese Kooperationsvereinbarung ersetzt nicht die Vereinbarung zwischen Jugendbegleiterin bzw. Jugendbegleiter und Schulleitung. Diese muss unterzeichnet werden, um den Versicherungsschutz der Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter zu gewährleisten. Die Schule ist zur Aufbewahrung des Dokuments für den Fall einer Rechnungsprüfung verpflichtet. Die Mustervorlage für die Kooperationsvereinbarung finden Sie im Download-Bereich. 

Weiter ist zu beachten, dass auch hier der Grundsatz der Ehrenamtlichkeit besteht. Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter eines Kooperationspartners dürfen wie andere Jugendbegleiter ihre Angebote nicht im Rahmen eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen oder Mini-Jobs ausführen.

 

Wie viele Kooperationen mit Vereinen braucht eine Schule, um das Kooperationsbudget voll auszuschöpfen?

Mindestens eine. Sobald eine Kooperation mit einem außerschulischen gemeinnützigen Verein besteht, kann das Kooperationsbudget beantragt werden. Ausschlaggebend für die Höhe der Mittel aus dem Kooperationsbudget ist nicht die Anzahl der Kooperationen, sondern die Höhe des Grundbudgets der Schule. Das bedeutet, dass sich das Kooperationsbudget nicht mit dem Abschluss mehrerer Koopera­tionen erhöht.

 

Wie soll das Kooperationsbudget mit den Vereinen abgerechnet werden?

Zusätzlich zur mit dem außerschulischen, gemeinnützigen Verein geschlossenen Kooperationsverein­barung sind Vereinbarungen zwischen der Schule und einzelnen Jugendbegleiterinnen und Jugendbe­gleitern immer notwendig. Dazu ist der dafür vorgesehene Vordruck zu verwenden. Die Mustervorlage finden Sie im Download-Bereich.

Im Falle einer Zahlung von Aufwandsentschädigungen sollten diese direkt an die Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter erfolgen. Ein Verein kann stellvertretend für seine Mitglieder Mittel einnehmen und diese dann an Mitglieder auszahlen. In diesem Fall ist die Schulleitung dazu verpflichtet, sich vom Verein die Weitergabe aller Gelder an die Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleiter schriftlich bestätigen zu lassen.

 

Kann das Kooperationsbudget durch Mittel aus dem Grundbudget aufgestockt werden?

Ja, das ist möglich. Jugendbegleiter-Angebote mit außerschulischen gemeinnützigen Organisationen können auch aus dem Grundbudget finanziert werden. Das Kooperationsbudget hingegen darf ausschließlich für Aufwandsentschädigungen von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern genutzt werden, die im Rahmen einer Kooperation tätig sind.

 

Können Koordinationskosten auch aus dem Kooperationsbudget bezahlt werden?

Nein, zur Finanzierung von Koordinationskosten stehen bis zu 20 Prozent aus dem Grundbudget zur Verfügung. Übernimmt ein Verein sowohl Jugendbegleiter-Angebote als auch organisatorische Aufgaben, so kann er für die organisatorischen Aufgaben im geschilderten Rahmen Mittel aus dem Grundbudget erhalten. Das Kooperationsbudget kann ausschließlich für Aufwandsentschädigungen von Jugendbegleiterinnen und Jugendbegleitern genutzt werden, die im Rahmen einer Kooperation mit außerschulischen gemeinnützigen Vereinen und Organisationen ein Jugendbegleiter-Angebot durchführen.

 

Kann trotz des Kooperationsbudgets ein Antrag auf die Fördermittel aus dem Programm „Kooperation Schule-Verein“ gestellt werden?

Beide Fördermöglichkeiten können an einer Schule parallel genutzt werden. Zu beachten ist der Ausschluss einer Doppelförderung. Bei Nutzung mehrerer Förderformen an einer Schule muss im Fall einer Rechnungsprüfung für jedes einzelne Angebot die Zuordnung zu und Abrechnung in einem bestimmten Förderprogramm klar nachgewiesen werden können. Da ein Angebot im Jugendbegleiter-Programm eine Laufzeit von mindestens einem Schulhalbjahr hat, können die Einzelstunden eines Angebots nicht stundenweise in verschiedenen Programmen abgerechnet werden. Des Weiteren darf eine an der Schule tätige Person für ein Angebot nicht durch Fördermittel aus mehreren Landesprogrammen finanziert werden.

 

Können auch Schulfördervereine Angebote machen, die durch das Kooperationsbudget finanziert werden?

Schulfördervereine als innerschulisches Gremium können Schulen durch Mithilfe bei der Programmkoordination unterstützen und in dieser Eigenschaft Kooperationen vermitteln. Sie gelten jedoch nicht als außerschulischer Verein und eignen sich insofern nicht als Kooperationspartner, um das Kooperationsbudget zu beantragen. Sie können jedoch organisatorische Aufgaben übernehmen und dafür Mittel aus dem Koordinationsbudget, das bis zu 20 Prozent des Grundbudgets umfassen kann, erhalten.