Die Preisträger im Wettbewerb "Jugendbegleiter. Kultur. Schule." 2016/2017

Erster Preis
Dotiert mit 1.500 Euro

F*ck Ju Märi
Theater-AG der Realschule an der Ludwig-Uhland-Schule Birkenfeld

Die Mädchen der Theater-AG haben sich mit den Themen und Rollen aus dem Film „F*ck ju Göhte“ sowie dem Film, Buch und Musical zu „Mary Poppins“ beschäftigt. Entstanden ist ein ganz eigenes Theaterstück, in dem eine neue Generation Lehrerinnen und Erzieherinnen (Absolventinnen der „Mary-Poppins-Akademie) versuchen, mit den Methoden von damals (ein Löffelchen voll Zucker) die Jugend von heute zu erziehen.
Den Plot sowie die Rollen und Szenen haben sich die Jugendlichen selbst ausgedacht. Besonders interessiert waren sie daran, in die extremen Rollen der schwer erziehbaren Jugendlichen zu schlüpfen und darüber ihr eigenes Verhalten zu reflektieren. Ein Fokus wurde auf die Nutzung von Smartphones und anderen Electronic Devices im Alltag der Jugendlichen gelegt. Entwickelt wurde das Stück durch Schreibübungen und Improvisationen, die zu Szenen umgeschrieben wurden. Der Chor der Sekundarstufe wurde in die Aufführung integriert.

 

 

 

 

 

 

Zweite Preise
Dotiert mit je 1.000 Euro

Schülerzeitung "A wie Apfel"
Grundschule Mühlheim

„A wie Apfel“ ist eine Schülerzeitung, die von Schülerinnen und Schülern der Klassen 1 bis 4 produziert wird. Die AG-Schülerzeitung beleuchtet das aktuelle Schulleben und blickt immer auch ein bisschen aus dem Schulfenster hinaus in die Natur. Örtliche kulturelle oder sportliche Veranstaltungen werden von den Jungredakteuren regelmäßig begleitet. In der Regel ist A wie Apfel 32 Seiten stark. Ein großes Interview (Bürgermeister, Bankchef, Schulleiterin, Chefarzt einer Kinderklinik etc.) ist immer im Blatt. Dazu lebt die Schülerzeitung vor allem auch auch von Bildern. Die Jungredakteure im Alter von sieben bis zehn Jahren lernen gleich in den ersten Stunden den Umgang mit einer professionellen Spiegelreflexkamera. Sehr oft kommen auch gemalte Bilder zur Untermalung eines Textbeitrages in die Zeitung. Zum Beispiel bei einem Projekt, bei dem jeder Schüler sein Lieblingstier, sein Hobby oder seine ganz besondere Traumschule beschreiben durfte.

 

 

 

 

 

 

ZOOM. Die Welt im Smartphone
Wessenberg-Schule Konstanz (Kaufmännische Schule)

ZOOM ist ein Projekt, das in zwei Klassen der Wessenbergschule parallel realisiert wurde. Es ist in drei Phasen gegliedert: In Phase eins wurden die Schülerinnen und Schülern angeleitet, mithilfe von Theaterübungen eine kurze Selbstdarstellungs-Performance zu entwickeln. Dieser Prozess wurde von einer Filmerin dokumentiert und zu einem Image-Film verarbeitet.
In Phase zwei entstanden kurze, von den Jugendlichen selbst aufgenommene Videoclips als Ausdruck einer generationenspezifischen Identitätskonstruktion. Sowohl der Imagefilm als auch die Handyfilme wurden als Videobotschaften an die jeweils and ere Klasse geschickt und bereiteten so die dritte Phase vor, in der sich die Schülerinnen und Schüler beider Klassen persönlich begegnen.

 

 

 

 

 

 

Dritte Preise
Dotiert mit je 750 Euro

Das bunte Elfenland
Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule Gundelfingen

Motto: Streiten, klären, versöhnen; den Schülerinnen und Schülern wurde
vermittelt, was Ausgrenzung bewirken kann und wie sie nach einem Streit miteinander umgehen sollen. Das bunte Elfenland ist schön, warmherzig und farbenfroh,... solange die bunten Farben am Lebensbaum hängen. Diese Idylle wird jäh gestört, als neidische, streitlustige Trolle die Farben der Elfen stehlen. Von der Angst getrieben, dass das Elfenland in Gefühlskälte erstarrt, machen sich die kleinen Elfen auf eine mutige Reise, um die Farben zurück zu holen. Fische, Spinne, Krokodil und Riesen zwingen die Elfen, manches Abenteuer zu meistern. Die Kinder lernten während der Proben nicht nur Text und Schauspiel, sondern sich auch gegenseitig zu helfen.  Durch das gemeinsame Spielen wuchsen die Schülerinnen und Schüler als Gemeinschaft zusammen.

 

 

 

 

 

 

Einfach Singen
Kirbachschule, Sachsenheim

"Einfach Singen" ist ein Generationen übergreifendes Sing- und Musizierprojekt
für alle Neu-Sachsenheimer*innen (Geflüchtete) und Alt-Sachsenheimer*innen. In das Projekt mit einbezogen wurden die Vorbereitungsklassen 1 und 2 der Kirbachschule, der Percussionclub der Kirbachschule sowie der AK Asyl Sachsenheim. Singen, so die Kirbachschule, macht nicht nur gescheit und glücklich; es trägt auch zu einem freundlichen und friedlichen Miteinander bei.
Beim Abschlusskonzert im Sachsenheimer Kulturhaus waren sowohl Schüler*innen verschiedener Sachsenheimer Schulen als auch Eltern beteiligt. In die bestehende  Percussiongruppe der Kirbachschule wurden Schüler*innen der Vorbereitungsklassen integriert. Geübte Chorsänger*innen unterstützten die Neulinge auf einfühlsame Art und Weise. Alle waren sich nach diesem wunderbaren Erlebnis einig: Das Projekt wird fortgesetzt. 

 

Experimentelle zeitgenössische Kunst als Ausdrucksform
Schwarzwald-Werkrealschule Rheinstetten

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 10 lernten zeitgenössische Künstler kennen und erfuhren Kunst als Ausdrucksform. Anschließend gestalteten die Schüler jeweils ein eigenes Bild, in dem sie eigene Gedanken, Fragen und Sichtweisen zum Ausdruck bringen. Ergänzt wurden die Bilder durch kurze Texte, in denen die Schüler den Inhalt des Bildes erläutern und so dem Betrachter einen Zugang in die jugendliche Gedankenwelt erleichtern.
In Kooperation mit dem örtlichen Kunstverein wurde eine Vernissage vorbereitet, der eine mehrwöchige Ausstellung im Atelier des Kunstvereins folgte.

 

Sonderpreise
Dotiert mit je 500 Euro

Kunstwerkstatt
Thaddäus-Rinderle-Schule, Staufen      

Die Kunstwerkstatt gibt Kindern von Klasse 1 bis 4 die Möglichkeit, sich kreativ und erfinderisch mit verschiedensten Materialien auseinander zu setzen. Kreativität und Eigentätigkeit stehen dabei im Vordergrund. Aus vermeintlichem Abfall und übrig gebliebenen Materialien stellen die Kinder kleine Kunstwerke her.

Rhythmus, Groove und Timing / Rhythm & Performance AG
Alois-Bahmann-Schule, Ulm

Eine Gruppe von 13 bis 15 jährigen Jungen begann unter Anleitung eines  Rhythmus-Lehrers auf alten selbstbemalten Blechfässern zu trommeln. Gemeinsam mit dem Musiklehrer entwarfen die Jugendlichen verschiedene Rhythmen und eine Aufführung. Sie lernten aufeinander zu hören und gemeinsam in Schwingung zu kommen. Zum Schuljahr 2016/17 wurde diese Gruppe der Jungs durch die Mädchen der Klasse ergänzt. Das Instrument wechselte vom Blechfass zum Cajon. Die Schülerinnen und Schüler wuchsen über sich hinaus, entwickelten Eigeninitiative und bauten neues Selbstbewusstsein auf. Dies hatte zur Folge, dass die Gruppe schon bald bei einem öffentlichen Auftritt im Jugendhaus Büchse überzeugen konnte.

Medienwerkstatt AG
Grundschule Tennenbronn  

Während des Produktionsprozesses in der Medienwerkstatt AG werden viele neue Fähigkeiten und die unterschiedlichsten Themen ausgelotet, ausprobiert und geübt. Zunächst werden den Kindern Grundlagen des Films vermittelt wie: die Geschichte von Filmen, Trickfilm, Animationen. Die Medienwerkstatt beinhaltet außerdem einen Zeichenkurs und die Kinder lernen, Filme und deren Aufbau zu analysieren sowie Protagonisten zu entwickeln. Auch die technische Seite mit Bühnenbild, Schnitt und Vertonung erlernen die Kinder in der AG. Die Schülerinnen und Schüler der Medienwerkstatt haben schon mehrere eigene Trickfilme produziert, mit denen sie interantional auf Filmefestivals eingealden und auch Preise gewonnen haben. 

Dank

Auch jenen Gruppen, die keinen Preis gewonnen haben, gilt unser herzlicher Dank fürs Mitmachen und die kreativen Beiträge!

Wir danken den Jurymitgliedern für ihr Engagement, der SKJ, die die Durchführung des Wettbewerbs durch ihre finanzielle Förderung ermöglicht und dem Renitenztheater für die tolle Betreuung.